Erste Schritte mit dem Smartboard




Aufbau:

Auch wenn aus räumlicher Sicht nicht viel Spielraum bleibt, so ist mir doch (gerade für die Grundschule) ein Punkt wichtig geworden:

Die Kinder sollten das Monitorbild möglichst nicht sehen können.
Nach der gemeinsamen Arbeit am Smartboard „friere ich das Bild oft ein“ (meist über den Beamer). Dann kann ich auf dem Computer bereits eine neue Software starten, innerhalb der Vorbereitung zur nächsten relevanten Seite gehen, etc. und die Kinder werden davon nicht abgelenkt.
Meist ist es halt interessanter zu schauen was gleich kommt, als von der Tafel abzuschreiben.

 

 

Fotos vom Smartboard und Lehrer-PC:


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(Anmerkung: Das Kabelgewirr unterhalb des SmartBoards ist mittlerweile in einem Kabelkanal verschwunden und wir haben eine Steckdose hinter das Board anbringen lassen.)

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(Die Bilder sind in folgender Reihenfolge aufgenommen: Blick durch durch die Klassentür, Blick von der Tür zur Tafel / Pult, Blick aus „Kindersicht“ auf mein Pult, Blick hinters Pult.)

 

 

Regeln im Umgang mit dem SmartBoard („Erstkontakt“):

Zu Beginn durften die Kinder das Board natürlich ausprobieren.

Der Beamer ist bei unseren Boards ca. 1,2 Meter vom Board entfernt. Unter dem Beamer habe ich eine imaginäre Linie parallel zur Wand gezogen, die nicht übertreten werden darf (bei Bedarf einfach mit Kreide auf den Boden malen).
Zunächst darf jeweils nur ein Kind am Board arbeiten.

Nach und nach arbeiten auch mehrere Kinder ohne Probleme „gleichzeitig“ am SmartBoard. Wenn es aber zu unruhig wird, reicht jetzt ein Fingerzeig auf die „alte“ Linie und es kehrt augenblicklich Ruhe ein.

 

 

Nutzung des Smartboards:

Zu Beginn wird das Smartboard sicherlich eher wie eine ganz normale Tafel „mit dem gewissen Etwas“ genutzt.
So eine Kombination aus Tafel, Tageslichtprojektor und ein ganz klein wenig Computer.

Nach und nach bemerkt man dann die Vorzüge der Notebook-Software.

Und irgendwann versteht man dann, dass das Arbeiten mit der Notebook-Software nicht wie Schreiben in Word oder OpenOffice ist.

Es ähnelt mehr dem Umgang mit PowerPoint.

Worddokumente füge ich meist als Screenshot (ganze Seite) in die Notebook-Software ein. Dass ist dann wie eine eingescannte Seite aus einem Buch oder halt der Arbeit mit dem Tageslichtprojektor.

Und dann kommen nach und nach die kleinen interaktiven Möglichkeiten und der Nutzen der ganzen Technik wird immer deutlicher.

 

 

Galerie der Notebook-Software „immer dabei haben“:

Die Galerie füllt sich recht schnell mit Inhalten, die immer wieder benötigt werden oder schnell zur Hand sein sollen.

Innerhalb der Schule kann man seine „Notebook-Gallerie“ möglicherweise noch auf einem Netzlaufwerk im Schulnetz speichern und so überall „seine“ Arbeitsumgebung bereit halten.

Spätestens bei den Vorbereitungen am heimischen Arbeitsplatz muss jedoch ein anderer Weg her.

Mit einem USB-Stick ist auch das kein Problem!

Dazu geht man wie folgt vor:

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  1. In der Notebook-Software in die Galerie wechseln (2. Register auf der linken oder rechten Seite).
  2. Dann rechts neben dem Suchfeld auf das orangfarbene Schraubenschlüsselsymbol klicken.
  3. In dem erscheinendem Menü muss „Verbindung zu Team-Inhalte herstellen…“ ausgewählt werden.
  4. Nun erscheint ein neues Fenster („Ordner smart_notebook_galerie_03suchen“).
    Hier muss der USB-Stick ausgewählt werden. Dort den Ordner aussuchen, in dem die Galerieinhalte gespeichert werden sollen.
    Bei Bedarf mit der Schaltfläche „Neuen Ordner erstellen…“ einfach einen neuen Ordner erstellen.
    (Unter dem gewählten Namen erscheint der Ordner später in der Notebook-Software.)
  5. Mit „OK“ alles bestätigen und der Ordner ist in der Galerie eingebunden.
    Er erscheint unten in der Galeriestruktur (nicht unter „Meine Inhalte“!).
  6. Dieser Ordner lässt sich nun „ganz normal“ smart_notebook_galerie_04verwenden. Es können Unterordner angelegt werden, Objekte hineingeschoben werden, … .
  7. Bei jedem weiteren Computer muss diese Prozedur nun wiederholt werden, damit der Ordner auch in der jeweiligen Notebook-Software „bekannt“ ist.
    Ab jetzt beginnt das „entspannte Leben.“

Achtung: Wenn hinter dem Ordnernamen „getrennt“ erscheint, dann ist der USB-Stick nicht angeschlossen.

 

 

Sympodium:

Zu diesem Abschnitt empfehle ich auch den Beitrag Sympodium – Das kleine SMARTBoard für das Pult zu lesen.

Meine Kollegin Gundel Döhner schildert ihre Erfahrungen mit dem Sympodium:

Das „i-Tüpfelchen“ für den Unterricht mit dem SMART-Board

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Im Gegensatz zu ihm arbeite ich in der Hauptschule, momentan mit einer 7. Klasse. Ich nutze das SMART-Board seit 2,5 Jahren täglich in meinem gesamten Unterricht, soweit er Frontalphasen enthält. Auch für mich ist es eine der wichtigsten pädagogischen Leitziele, die Kinder zum selbständigen Arbeiten zu bringen, d. h. ihnen viel Eigenständigkeit zu ermöglichen. Neben den frontalen Unterrichtsphasen nutzen die Schülergruppen auch in ihrer Gruppenarbeit das Board sehr gerne und völlig selbständig.

Aber jetzt habe ich es, „das i-Tüpfelchen“ für meinen Unterricht, das „Sympodium“. Natürlich ganz speziell für hörgeschädigte Kinder, die auf starke Visualisierung angewiesen sind. Aber auch für jeden anderen Lernenden ist es gut, das Gesicht des Sprechers oder der Sprecherin zu sehen. Wie oft erwischen wir Lehrerinnen und Lehrer uns doch dabei, dass wir den einen oder anderen Satz mit Blick zur Tafel sprechen. Das ist bei Hörgeschädigten unverzeihbar, da damit die Kommunikation nachhaltig gestört ist. Aber auch für den normalsinnigen Schüler ist das ungünstig.

smart_sympodium_02
Das Sympodium ist ein „kleines SMART-Board“, (Touchscreen-Monitor) welches mit dem Stift bedienbar und eins zu eins übertragend auf das große Board ist. Hatte ich anfänglich noch einige Probleme, das Sympodium zu bedienen (der Doppelpunkt und das Gleichheitszeichen gelangen mir so gut wie nie, und das leserliche Schreiben fiel mir schwer), so wird es immer mehr zur Routine.

Die Verständigung mit Hörgeschädigten gelingt am einfachsten, wenn die Gesprächspartner sich ansehen („Antlitzgerichtetheit“). Das bedeutet: „Sprich nur, wenn dein Gegenüber dich ansieht“ (Dies fördert übrigens auch die Kommunikation „Normalhörender“!).

Aus diesem Grund steht/stand bei uns in jeder Hörgeschädigtenklasse ein Tageslichtschreiber. Der Unterrichtsinhalt kann schriftlich festgehalten werden und die Versuchung entsteht nicht, eben schnell noch etwas zu sagen, während man noch Richtung Tafel schaut. Da das Gesicht immer der Klasse zugewandt ist, ist auch immer die Voraussetzung für gelingende Kommunikation gewährleistet.

All diese Grundsätze unserer Pädagogik werden mit dem Sympodium unterstützt und machen es dem Unterrichtenden leichter, sie durchgängig in seinem Unterricht zu gewährleisten. Die Kinder haben die Möglichkeit des Mundabsehens permanent, und somit ist eine ungestörte Kommunikation möglich.

Gundel Döhner
Fachbereichsleiterin Medien und Neue Technologien
Landesbildungszentrum für Hörgeschädigte Oldenburg
gundel.doehner@lbzh-ol.de

 

 

Tipps:

Wenn die Anzeige zur Kalibrierung auf dem falschen Schirm erscheint, kann man mit der Leertaste für die Kalibrierungsoberfläche „den Bildschirm“ wechseln.

Freies Material (Online-Ressourcen und Hilfe, Zwei-Minuten Tutorials, …):
http://www2.smarttech.com/st/de-DE/Training/FreeMaterial/ZumAusdrucken.htm.

Im SMART-YouTube-Kanal werden regelmäßig neue Tipps und Tricks zur Notebook-Software veröffentlicht:
http://de.youtube.com/smarttechgermany.

Und natürlich im kompetenten SMART-Exchange Forum:
http://exchange.smarttech.com/deutsch

  1. 14. November 2012, 22:47 | #1

    Gibt es ein Smartboard, das man – mit Non-permanent-Stiften – auch wie eine Tafel verwenden kann?

  2. 15. November 2012, 20:09 | #2

    Hallo Mario Stiefel,

    es gibt Hersteller, die bieten so etwas an. Es ist dann ähnlich wie bei einem Whiteboard. So richtig sauber sind die nie und das, obwohl die Oberfläche speziell für den Einsatz von Whiteboard-Markern gemacht ist (oder andersherum). Die Anschriebe der vergangenen Wochen sind trotz wischen nicht wirklich weg. Einfach mal auf ein Whiteboard aus den verschiedenen Blickwinkeln der Schüler im Raum ansehen.

    Bei den interaktiven Wandtafeln kommt dann noch das Problem hinzu, dass die Oberfläche zusätzlich bestimmte Eigenschaften aufweisen muss (ähnlich einer Leinwand für Dias oder Beamer: z.B. Spiegelung des Umgebunglichtes reduzieren).
    Das verschlimmert das Problem nur!

    Was sollte man machen?
    Sich die Zeit nehmen und Schulen besuchen, die mit interaktiven Wandtafeln arbeiten. Dort schauen, ins Gespräch kommen und selber ausprobieren. Auf einer Messe geht das zwar auch, aber da sind die immer nagelneu und mit Sicherheit nicht schmutzig. 🙂

    SMART hat gerade eine interessante Neuerung vorgestellt:
    Den SMART LightRaise™ 60wi Interactive Projector.
    Das klingt ziemlich interessant zumal die SMART-Software (Notebook) für den Grundschulbereich eh spitze ist.

    Gruß,
    Jan Koop

  1. 12. Februar 2010, 19:40 | #1
  2. 24. November 2010, 22:05 | #2

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